Neue Sach- und Haftpflicht-Tarife

von label-LE (Kommentare: 1)

Die Gothaer ist eine Kooperation mit der Delvag für die Versicherung von Drohnen eingegangen, die Barmenia mit Autoscout zur Versicherung von Probefahrten und Axa mit Blablacar für mehr Schutz bei Mitfahrgelegenheiten. Euler Hermes hat die Cyberdeckung erweitert und Generali die Betriebshaftpflicht. Eine Zurich-Generalagentur hat einen Haustechnik-Schutz entwickelt.

Über eine Kooperation mit der Delvag Luftfahrtversicherungs-AG bietet die Gothaer Allgemeine Versicherung AG ihren Unternehmerkunden eine Haftpflichtversicherung für Luftfahrzeuge wie Drohnen, Quadrocopter oder ähnliche Luftfahrzeuge an.

Haftpflicht für Film- oder Fotoflüge

Mit der Lösung will die Gothaer vor allem Kunden ansprechen, die Drohnen für gewerbliche Film- oder Fotoflüge nutzen, zum Beispiel in der Medienbranche, im landwirtschaftlichen Bereich sowie für Vermessungs- oder Gutachterflüge. Seit 2005 ist die Haftpflichtversicherung für gewerblich eingesetzte Luftfahrzeuge nötig, um die Aufstiegsgenehmigung zu bekommen.

Die Prämienhöhe hängt von der Art des Drohnenmodells beziehungsweise Quadrocopters ab, dem Verwendungszweck sowie der Versicherungssumme. In der Regel wird die gesetzlich vorgeschriebene Deckungssumme von einer Million Euro veranschlagt; 1,5 Millionen Euro sind ebenfalls möglich. Höhere Versicherungssummen können in Einzelfällen realisiert werden.

Vermittlern und Maklern werden „schlanke Lösungen mit kurzer Risikoerfassung und Dokumentation“ versprochen. Bei einer Anfrage erhält der Vermittler per E-Mail Informationen zum weiteren Vorgehen sowie einen übersichtlichen Antrag.

Dieser wird ausgefüllt per E-Mail an die Delvag übermittelt. Innerhalb eines Arbeitstages erhält der Interessent eine Rückmeldung, meist auch schon mit einer Versicherungs-Bestätigung in Form einer Police. Die Delvag bietet seit Ende 2015 individuelle Lösungen für Drohnen beziehungsweise Quadrocopter.

Gabelstapler inklusive

Die Betriebshaftpflicht der Generali Versicherungen versichert nun auch nicht zulassungs- und nicht versicherungspflichtige Kraftfahrzeuge wie etwa Gabelstapler mit. Im überarbeiteten Tarif sind nun auch Schäden an fremden Arbeitsmaschinen und Geräten mitversichert, ebenso Betriebsstätten oder Niederlassungen im Inland.

Besonderheit ist nach Unternehmensangaben unter anderem auch die pauschale Mitversicherung von Tank- und Abwasserbehandlungs-Anlagen. Die Verbesserung der Betriebshaftpflicht-Versicherung ist ein Teil der Neuaufstellung der Generali Versicherungen im Bereich der Firmenkunden.

Cyber-Schutz bis 100 Millionen Euro

Im Rahmen der Vertrauensschaden-Versicherung „Premium XXL“ deckt die Euler Hermes Deutschland Niederlassung der Euler Hermes SA Cyber-Schäden bis zu 100 Millionen Euro.

Gehackte Cloud-Speicher, Datenklau aus externen Netzwerkleitungen oder das Abfangen von Daten an Knotenpunkten („Man-in-the-middle“) sind dabei ebenso versichert wie Identitätsdiebstahl („Fake President“) und Ersatzinvestitionen in Hard-/Software für Fortführung des Geschäftsbetriebs.

Zusätzlich zu den neuen Deckungsbausteinen wurde die sofortige Entschädigungsleistung von ursprünglich 250.000 Euro auf fünf Millionen Euro erhöht, das Sublimit für „Fake President“ – Schadenfälle mit vorangegangenen Identitätsdiebstahl – von einer Million Euro auf fünf Millionen verfünffacht. Auf eine Zertifizierung des IT-Systems verzichtet der Kreditversicherer bewusst.

Probefahrten versichert

Die Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG bietet privaten Autoverkäufern auf dem Automobil-Anzeigenportal Autosccout24 GmbH einen „Probefahrten-Schutz“ an. Das Produkt wurde mit dem Insurtech-Startup Kasko Germany UG entwickelt.

Bestehende Autoversicherungen können für die Probefahrten erweitert werden. Im Schadenfall werden dann der Mehrbeitrag für bis zu drei Jahren infolge von Rückstufung des Schadensfreiheits-Rabattes, die Selbstbeteiligung bis zu 1.000 Euro, der Kaskoschutz sowie Mehrkosten für die Ausweitung des Fahrerkreises beim Kraftfahrtversicherer ersetzt.

Schutz für den Schutz

„TECHNO-Plus“ versichert moderne Haustechniksysteme. Entwickelt wurde das Konzept gemeinsam mit Michael F. Stefer, über dessen Zurich Generalagentur das Produkt zunächst exklusiv angeboten wird.

Versicherte Geräte sind Steuer-, Klima-, Aufzugs-, Video- und Audio-, Kommunikations- sowie Haus- und Sicherheitstechnik, mobile Steuerungseinheiten (Tablet et cetera) bis zehn Prozent der Versicherungssumme oder maximal 1.000 Euro, Keyless-Schließanlagen und zudem Daten und Datenträger bis maximal 10.000 Euro. Bauelemente sind versichert, wenn nachweislich der Schaden von außen auf die versicherte Sache eingewirkt hat.

Das Produkt ist eine Art „Allgefahren-Deckung“: Haustechnik, wie zum Beispiel ein Heizungssystem oder eine Alarmanlage, wird gegen jegliche Schadenart, die von außen auf sie einwirkt (höhere Gewalt), versichert. Abgedeckt sind zudem Nachfolgeschäden, die durch Konstruktions-, Material- und Ausführungsfehler entstanden sind – auch, wenn der Konstrukteur oder Handwerker nicht mehr existiert.

Versichert sind eigene, gemietete oder geleaste Geräte inklusive Verkabelung und Sensoren. Dabei bietet die „TECHNO-Plus“ die Wiederherstellung von Geräten und Verkabelungen nach einem Schadenfall, bis hin zur Wiederbeschaffung von neuen Geräten, wenn die beschädigten nicht mehr zu nutzen sind. Für Wartungs- und Garantieschäden besteht kein Schutz.

Speziell für Mitfahrgelegenheiten

Die Mitfahr-Plattform Blablacar bietet ihren Nutzern seit kurzem den Versicherungsschutz der Axa Versicherung AG. Voraussetzung für den Versicherungsschutz ist, dass die Mitfahrgelegenheit online reserviert und bezahlt wird.

Dann sind Leistungen wie die Hilfe und Weiterreise bei Panne oder Unfall, eine zusätzliche Unfallversicherung, die kostenfreie telefonische Erstberatung bei einem Anwalt sowie die Kosten des Rückversandes vergessener Gegenstände automatisch mitversichert.

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Kommentar von Peter Zerbe |

Danke für die Ausführungen.